(pr) «Die Automobilindustrie ist die Schlüsselindustrie für Europa», sagte Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission. Dies anlässlich der Eröffnung der Konferenz des Europäischen Verbands für Fahrzeugforschung (EUCAR).

Der Automobilsektor muss sich einerseits dem Wettbewerb mit dem Fernen Osten stellen, wo es mehr als genügend billige Arbeitskräfte gibt.

Andererseits gilt es auch, Lösungen zu finden für die begrenzte Verfügbarkeit von fossilen Brenn- und anderen Rohstoffen, Forderungen nach umweltfreundlicheren Autos sowie Bedenken hinsichtlich der Fahrzeugsicherheit.

«Die Automobilindustrie verkörpert die Herausforderungen, denen sich Europa im 21. Jahrhundert stellen muss», so Verheugen.

Verheugen sprach sich für eine Zusammenarbeit in Form von Clustern aus. Auf diese Weise könnten sich die Interessenvertreter treffen, um voneinander zu lernen und ihre Chancen auf einen Zugang zu Finanzierungsmitteln zu erhöhen.

(Quelle: CORDIS Nachrichten)



29 Nov 06 International, Wirtschaft

(XL) Anlässlich der Präsentation der CLEPA Research Agenda (siehe unseren Bericht zu den strategischen Forschungsschwerpunkte Automobilzulieferer) beleuchteten die Generaldirektionen der Europäischen Kommission für Forschung, Informationsgesellschaft und Medien sowie Transport und Energie die Automobilthemen im siebenten Rahmenprogramm (FP7).

Dr. Rosalie Zobel, DG Information Society, hob das Thema «intelligentes Automobil und Mobilitätsdienste» hervor: «Within the Intelligent Car and Mobility Services we are going to focus on new generation advanced driver assistance systems to offer a higher degree of safety for the intelligent car, on mobility services which make transport of people and goods safer, more secure, efficient, comfortable and environment-friendly.» Weitere Themen sind die Fahrzeug-zu-Fahrzeug und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation, real-time Verkehrsmanagement und aktive Sicherheitssysteme.

Dr. András Siegler, Direktor für Transport bei der DG Research, wies auf das spezifische Programm zu Oberflächentransport (Surface Transport) im FP7 hin und auch auf die European Technology Platform (ETP) zu Strassentranspor, ERTRAC. Diese verfolgten im wesentlichen die gleichen Ziele wie die Research Agenda der CLEPA, so Siegler.



18 Nov 06 Forschung

(XL) Mobilität; Energie, Umwelt und Antriebe; Sicherheit und Komfort; Materialien, Desing, Verarbeitung und Produktion: Dies sind die vier Schwerpunktthemen, welche die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilbranche garantieren. Dies folgt aus einer Analyse der Europäische Vereinigung der Automobilzuliererer (CLEPA).

Demzufolge fallen unter Mobilität drei Themen: Technologien gegen Stau; neue Fahrzeuge und Konzepte für spezielle Anspruchsgruppen; Entwicklung und Verbreitung eines idealen System-Modells.

Um die negativen Umwelteinflüsse des Automobils zu verringern, empfiehlt CLEPA das Powertrain-Management zu verbessern und neue Technologien für Motoren, Übertragung und Getriebestrang zu entwickeln.

Bezüglich Kraftstoffen fokussiert CLEPA auf Biokraftstoff in der näheren Zukunft. Wasserstoff und Brennstoffzellen sind jedoch langfristige Alternativen für 2020 und danach. Darum unterstützt die CLEPA auch Forschung in diese Richtung. Dieselben Herausforderungen, die sich für wasserstoffgetriebenen Fahrzeuge stellen, betreffen auch Elektrofahrzeuge, insbesondere der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur.

Priorität für die nächsten zwanzig Jahre hat für CLEPA aber die zweite Generation Biokraftstoffe. Dies wegen ihrer Engergieintensität, und weil bestehende Herstellungs-, Lagerungs- und Distributionsprozesse auf flüsige Kraftstoffe ausgerichtet sind.

CLEPA ist der Meinung, dass der Kraftstoffverbrauch von Verbrennungmotoren zwischen 10 und 20 % gesenkt werden kann. Damit liefert das Powertrain Management auch nachhaltigere Lösungen. Allerdings sind dann auch Verbesserungen im Getriebestrang nötig wie auch neue, leichte Materialien mit geringer Abnutzung, verbesserte Filterung, erschwingliche Hybrid-Technologie und Motoren für geringe Viskosität und reduzierte Entflammbarkeit.

‹Sicherheit erfordert entsprechend ausgebildete und verantwortungsvolle Verkehrsteilnehmer, Entwicklungen und Investitionen in die Strasseninfrastruktur und eine europaweite Gesetzgebung mit dem Ziel, Leben zu erhalten’, sagt die CLEPA. Auch Forschung und Entwicklung sei zentral, doch könne Sicherheit nicht alleine mit verbesserter Fahrzeugtechnologie gewährleistet werden.

Beim Thema Materialien, Design, Verarbeitung und Produktion setzt die CLEPA den Schwerpunkt auf Gewichtsreduktion, sicherheitsförderliche Materialien, finanzielle Nachhaltigkeit und kostengünstigere Fertigungstechnologien.

Mit ihrer Research Agenda ist die CLEPA in allen wesentlichen Punkten einig mit den Zielen im siebten Europäischen Rahmenprogramm (FP7) zu Surface Transport und mit der entsprechenden Research Agenda der Europäischen Technologieplattform Strassentransport ERTRAC.

Die CLEPA Research Agenda ist hier online verfügbar.



18 Nov 06 Forschung, International