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06 Jan 10 Featured, Vermischtes

(pr) In den nächsten Jahren ist mit einer Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesellschaft zu rechnen – und damit einer Zunahme der über 60-Jährigen Autofahrerinnen und Autofahrer.

«Ältere Personen finden sich mit ihren Bedürfnissen und Anforderungen an ein Fahrzeug nicht ausreichend gewürdigt. Sie wollen mit ihrem Fahrzeug mobil bleiben und somit am öffentlichen Leben teilhaben», erläutert Katja Duntsch, Psychologin an der Technischen Universität Braunschweig.

Zusammen mit Professor Jürgen Howe aus der Abteilung Gerontopsychologie der untersucht sie die Nutzeranforderungen 70- bis 90-jähriger an ihr Auto. In dem Forschungsprojekt werden die Bedürfnisse älterer Menschen hinsichtlich der Gestaltung der Autos, der Behandlung älterer Kunden durch die Werkstätten, die Verkaufsabteilungen sowie der Werbung und der Infrastruktur systematisch erfasst.

Im Rahmen einer Vorstudie sind seit zwei Jahren 60 ältere Autofahrerinnen und Autofahrer zwischen 60 und 90 Jahren beteiligt. Mitte nächsten Jahres soll die Studie abgeschlossen sein. Bis dahin sollen insgesamt 2.000 70- bis 90-jährige Autofahrer befragt werden.

Mit den 60 älteren Autofahrerinnen und Autofahrerinnen wurden bereit Probefahrten mit Fahrzeugen, die mit Fahrassistenzsystemen ausgestattet sind, durchgeführt. Besondere Akzeptanz fanden Navigationsgeräte und Einstiegshilfen. Aber auch Assistenzsysteme, die durch Infrarotkameras Nachtfahrten erleichtern oder das sichere Einfädeln auf Autobahnen ermöglichen, wurden sehr gut angenommen.

«Assistenzsysteme und Bedienelemente, die in der Gruppe de Hochaltrigen akzeptiert werden, stoßen in der Regel auch bei anderen Zielgruppen auf Akzeptanz», so Prof. Jürgen Howe.

In Japan ist diese Zielgruppe aufgrund der demografischen Entwicklung bereits von der Automobilindustrie berücksichtigt. Dort sind bereits Fahrzeuge mit speziellen Einstiegshilfen für Hochaltrige auf dem Markt.

Kontakt
Dipl.-Psych. Katja Duntsch
Institut für Psychologie, Abt. Gerontopsychologie
E-Mail: k.duntsch@tu-braunschweig.de



03 Nov 09 Forschung, Vermischtes

(XL) Anlässlich des Innovations-Zirkels bei GF führten wir auch wieder eine Mini-SWOT-Analyse durch. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, bewahrenswerte und zu eliminierende Eigenschaften des Autos anzugeben, sowie erwünschte und für das Auto negative Entwicklungen zu benennen. Aus den gesammelten Stichworten wurden dann die Favoriten bestimmt.

Wichtigste Eigenschaften waren Sicherheit und Fahrkomfort, denen die Umweltbelastungen gegenüberstehen und die Entwicklungen rund um die Verwendung und Verfügbarkeit verschiedener Energeiquellen. Im Unterschied zu früheren Innovationszirkeln stand die Umwelt- und Energieproblematik für die Teilnehmer in Schaffhausen entschieden deutlicher im Vordergrund.

Die nach Einschätzung der Teilnehmer wichtigsten Qualitäten des Autos sind Sicherheit, Fahrkomfort und seine Alltagsfunktion, einen von A nach B zu bringen. Die ganze Liste weiterer erhaltenswerter Eigenschaften umfasst aber auch Raumangebot, Komfort, Geschwindigkeit, Einparksensoren, Navigation, Privacy, Langlebigkeit und Fahrspass.

Einstimmig wünschen sich die Teilnehmer, sämtliche Umweltbelastungen zu eliminieren. Dazu gehören Lärm, CO2-Ausstoss, Abgase („alles, was stinkt“), aber auch Risiken für Dritte. Darüber hinaus wurden einige technische “Mängel” genannt, an deren Behebung die Automobilindustrie zweifellos schon arbeitet: die Störanfälligkeit der Elektronik, Scheibenwischer und das Lenkrad, das doch durch Robotik ersetzt werden könnte, die Komponentenvielfalt, das Gewicht der Carrosserie und die Verwendung schwerer oder seltener Materialien überhaupt. Viele der Verbesserungsideen betrafen hingegen das gesamte automobile Verkehrssystem: Radarfallen, Tanken, die Unternutzung des Raumangebots im Auto.

Auf die Wunschliste für Neuentwicklungen schrieben die Teilnehmer ganz oben „Autopilot“ und „andere Energiequellen“, dicht gefolgt vom Wunsch nach selbsterzeugender Bewegungsenergie und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Aus der Vielzahl von Ideen sind folgende Anregungen noch erwähnenswert: Verwendung anderer Energiespeicher, Reduktion der Teilevielfalt und Einsatz von Software, die die Mechaniker verstehen.

Einstimmigkeit herrschte über die meist bedrohliche Entwicklung für das Auto, die Verfügbarkeit von Energien. Klimaveränderung, Verkehrsentwicklung und Entwicklungen in der Politik (Roadpricing, Steuern) wurden ausserdem genannt und für relevant befunden.



04 Jul 08 Innovationszirkel, Vermischtes

(pr) Die Website von scope34 hat ein sanftes Design-Upgrade erfahren. Neu sind insbesondere die Links zu unseren Netzwerk-Partner in der linken Sidebar — heute sind es das Automotive Competence Network Schweiz, der autocluster.ch, die Society of Automotive Engineers Switzerland und swiss-car. Weitere folgen in Kürze.

Es sind dies Organisationen und Netzwerke aus Wirtschaft, Forschung+Entwicklung sowie öffentlichen Körperschaften die sich mit spezifischen Sachbereichen Schweizer Automobil- und Transportbranche befassen. Sie haben sich zur Konferenz der Schweizer Automobil-Netzwerke zusammengeschlossen, um ihre Kräfte zu bündeln und damit das Bewusstsein für die Bedeutung der Transportindustrie und ihrer Zulieferer besser zu vermitteln und ihre Wettbewerbsposition zu stärken.



14 Nov 07 Vermischtes

(XL) 2003 sponsorte GM einen Wettbewerb am MIT: wie sieht ein Auto aus, wenn, wie’s englisch so schön heisst, the sky’s the limit. Franco Vairani und Will Lark entwarfen das stabelbare Auto, und nächstes Jahr soll ein Prototyp verfügbar sein. Gekoppelt mit einem Mobility-artigen Mietsystem — oder dem Mietvelosystem von Veolia in Paris — könnte der City Car mit seinen einzeln angetriebenen und lenkbaren Roboterrädern das Massentransportproblem in Städten wie Boston oder Los Angeles lösen.

Mehr Informationen auf der Seite von Cnet News.



06 Nov 07 Vermischtes

(XL) Das Wichtigste in Kürze
:: Es gibt 3 Strategie-Typen: Home-based Player, kostenorientierter Auslandsproduzent, markt- und kundenorientierter Auslandsproduzent
:: Die Autoren bieten eine systematische Methode zur Standortbewertung an; diese ist auch als Excel-Tool erhältlich
:: Das Buch analysiert 12 konkrete Fallbeispiele und verwertet umfangreiches statistisches Material aus Deutschland

Mit dem Buch Globale Produktionsstrategien in der Automobilzulieferindustrie leisten die Autoren und deren Mitarbeiter vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe fundierte Arbeit. Anhand von statistischem Material beschreiben sie die Automobilzulieferindustrie in Deutschland umfassend. Sie integrieren Daten quer durch alle beteiligten Branchen: Auto- und Fahrzeugbau, aber auch Chemie, Kunststoff, Elektrotechnik etc.

Auf der Basis von Umfragen und Literaturanalysen beschreiben sie die Verlagerung (und Rückverlagerung) von Produktionsstätten. Sie erläutern die Gründe und zeigen allgemeine Trends auf. Daraus leiten sie drei Strategie-Typen ab: Home-based Player, kostenorientierter Auslandsproduzent, markt- und kundenorientierter Auslandsproduzent

Anhand von 12 Fallbeispielen konkretisiert das Buch die drei Strategie-Typen detailliert: Erfolgsfaktoren, Kriterien für die Standortwahl, Perspektiven deutscher und ausländischer Standorte. Daraus entwickeln die Autoren Methoden und Kriterien zur fundierten Standortbewertung. Diese Methode ist auch als Excel-Tool erhältlich.

Das Buch ist kein Quick-Fix-Ratgeber. Zu facettenreich ist die Industrie, zu komplex ein Standortentscheid. Den Autoren gelingt es jedoch vortrefflich, dieser Komplexität zu fassen und dem Facettenreichtum Rechnung zu tragen. Das reiche und aufwändig aufbereitete statistische Material macht das Buch darüber hinaus zum willkommenen Nachschlagewerk über die deutsche Automobilzulieferindustrie allgemein.

Urteil: Wenn ein Standortentscheid ansteht, ist die Zeit gut investiert, dieses Buch genau zu studieren und die empfohlene Methode zu verwenden.

:: Steffen Kinkel & Christoph Zanker: Globale Produktionsstrategien in der Automobilzulieferindustrie. Erfolgsmuster und zukunftsorientierte Methoden zur Standortbewertung. Berlin: Springer, 2007. ISBN 978-3-540-70795-0, Ladenpreis € 39.90



24 Oct 07 Vermischtes